Kita ist Bildung – und Bildung braucht Zeit
Für mehr Personal an brandenburgischen Kindertagesstätten haben am 26.06.2009
mehrere tausend Erzieherinnen, Eltern und Kinder in Potsdam demonstriert. Von sechs verschiedenen Treffpunkten aus zogen die bunten Züge zum Lustgarten. Bei der Abschlußkundgebung unterstützten die Rednerinnen und Redner der LIGA, GEW, Elterninitiative Babelsberg sowie der Kita-Initiative Brandenburg in deutlichen Worten die Forderungen an die Politik.
Mit Rasseln und Tröten begleiteten die Demonstranten den Auftritt des Ministerpräsidenten. Nach dem Willen seiner Partei solle bei den unter Dreijährigen künftig nicht mehr eine Erzieherin sieben, sondern sechs Kinder betreuen, sagte Platzeck. Er betonte, dass er weitere Maßnahmen nicht verantworten könne, weil die Schuldenlast des Landes sonst von den Kindern getragen werden müsse. „Ich verspreche nicht, dass für alles, was sinnvoll ist, eben auch Geld da ist."
Die Initiatoren der Kita-Initiative Brandenburg überreichten Ministerpräsident Matthias Platzeck (SPD) Kartons mit etwa 16 000 Wunschzetteln. Platzeck versicherte, dass die Diskussion weitergehe und die Wunschzettel gelesen würden.
An der Podiumsdiskussion mit den Spitzenkandidatinnen der verschiedenen Parteien für die Landtagswahl beteiligten sich leider nicht mehr so viele Zuhörer. Die Menschen wollen keine Versprechen hören, die nach den Wahlen nicht gehalten werden. Auf Plakaten war zu lesen: „Jetzt reicht's" und „Wir wollen Taten".
Für uns, die Initiatoren des Aktionstages wird deutlich: ohne weiteren Druck wird sich nicht viel bewegen. Wir machen weiter, nach der Sommerpause!
I. Goldschmidt
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