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In Vorbereitung auf das 10-jährige Jubiläum der Einrichtung wurde unter fachlicher Anleitung von Ute Zimmermanns ab Frühjahr 2005 ein weiteres Programm mit eigenen Texten erarbeitet. Nach vielen Proben und Übungen traten wir Patienten, nun unter dem Gruppennamen „Antidepressiva – das andere Kabarett“ am 1. September 2005 erfolgreich mit unserem Programm „Was kann der Sigismund dafür, dass wir so schön sind?!“ vor ca. 80 Personen auf. Die Rückmeldung auf unsere kabarettistische Aufführung war so positiv, dass viele Menschen aus dem Publikum uns ermunterten, weiterzumachen. Der Geschäftsführer des Diakonischen Werkes Potsdam ermöglichte dann auch gleich noch einen zweiten, sehr erfolgreichen Auftritt bei der Weihnachts-feier seiner Mitarbeiter.
Wenn die finanziellen Mittel zur Neige gehen, muss auch unser Projekt ruhen. Aber wenn
wir nach intensiver Suche wieder einmal Förderer gefunden haben, geht es sofort mit den Proben wieder los. Wir erarbeiten Sketche und Texte im Zusammenhang mit den Belangen in der Psychiatrie allgemein. Diese dienen also nicht nur der Belustigung der Zuschauer, sondern auch der Aufklärung und Information, wenn auch auf komödiantische Weise. Daher bereitet unser Kabarett nicht nur Vergnügen, es gibt den Menschen auch Anstoß zum Nachdenken und zum Verstehen. Wir sind inzwischen mit viel Erfolg auch vor den unterschiedlichsten Zuschauergruppen aufgetreten: Ebenfalls Betroffene, Senioren, Mitarbeiter der Diakonie, Mehrfach-behinderte und Besucher eines Kiez-Treffpunkts.
Gleichzeitig hat uns allen die Kabarett-Gruppe sehr viel gegeben: Die regelmäßigen, wöchentlichen Treffen, das Arbeiten an `unseren Themen´, die humorvolle und doch treffende Verarbeitung von Problemen und Konflikten und nicht zuletzt die Bestätigung durch das Publikum. Nicht umsonst haben wir unsere Kabarett ANTIDEPRESSIVA genannt.
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