Die erste Kirche wurde nach Besitznahme des Gebietes der heutigen Stadt Potsdam durch deutsche Siedler im 13. Jahrhundert erbaut. Die heutige evangelische Kirche St. Nikolai steht auf dem Platz dieser ersten Kirche. Sie ist mindestens der dritte Nachfolgebau. Die St. Nikolaikirche entstand 1830-50 nach Plänen von K. F. Schinkel durch die Baumeister L. Persius und A. Stüler. Es gab außer der St. Nikolaikirche noch eine Kapelle im Potsdamer Schloß. Dort sammelte sich die reformierte Gemeinde nach dem Übertritt Kurfürst Sigismund (1613) zum reformierten Glauben. Der Soldatenkönig Friedrich Wilhelm I. ließ von 1731-35 durch den Baumeister Philipp Gerlach die Garnison- und Hofkirche errichten. In ihr lagen die Sarkophage der Könige Friedrich Wilhelm I. und Friedrich II.
Die Türme der 3 Kirchen (Garnison-, St. Nikolai- und Heiligengeistkirche) bildeten im 18. Jahrhundert die berühmte Stadtsilhouette von Potsdam. Unter Friedrich dem Großen wurde die französisch reformierte Kirche am Bassinplatz und die Friedrichskirche (1753) in Babelsberg gebaut. Während der Regierungszeit Friedrich Wilhelm IV. wurden die Friedenskirche (im Park Sanssousi), die Kirchen in Bornstedt, Caputh, Werder und Sacrow errichtet. Die älteste erhaltene Kirche auf Potsdamer Gebiet ist die Dorfkirche in Nathwerder (1690). 1990 wurde die Sternkirche im Neubaugebiet Stern-Drewitz als jüngste Kirche geweiht. Die katholische Probsteikirche Peter und Paul am Bassinplatz wurde 1870, die katholische Pfarrkirche St. Antonius 1934 in Babelsberg geweiht. Auf dem Kapellenberg steht die russisch-orthodoxe Kirche des Heiligen Alexander Newsky. An ihrem Bau wirkte 1826 K. F. Schinkel mit. Die Synagoge der jüdischen Gemeinde stand am Platz der Einheit neben der Hauptpost. Sie wurde 1938 verwüstet und 1945 durch britische Bomben zerstört. Sehenswert sind die beiden Friedhöfe im OT Bornstedt und an der Heinrich-Mann-Allee. Erhalten ist der jüdische Friedhof auf dem Pfingstberg. Erlöserkirchengemeinde
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