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Fachbereich Arbeitswelten 

   

Nach Einführung der sog. Hartz-Gesetze wurde die Koordinationsstelle im März 2005 eingerichtet. Das Diakonische Werk Potsdam e.V. fungiert in diesem Fall als sog. Maßnahmeträger in Potsdam und Potsdam Mittelmark im Auftrag der PAGA (Potsdamer Arbeitsgemeinschaft für die Grundsicherung Arbeitssuchender)
sowie der MAIA (Mittelmärkische Arbeitsgemeinschaft für die Integration in Arbeit). Inzwischen werden vier Mitarbeiter/innen beschäftigt.

Seitdem waren die Mitarbeiter/innen hauptsächlich damit befasst, ALG II-Bezieher/innen auf der Grundlage von §16 Abs.3 Zweites Sozialgesetzbuch (SGB II) in Arbeitsgelegenheiten, meist mit Mehraufwandsentschädigung (MAE), sog. Ein-Euro-Jobs/Zusatzjobs, zu vermitteln. Es handelt sich um nicht sozialversicherungs-pflichtige Arbeitsverhältnisse.

   
 1. Bei der Vermittlung in die einzelnen Stellen der sog. Einsatzstellen steht die Koordinationsstelle in Kooperation mit anderen Freien Trägern innerhalb der Diakonie und mit Kirchengemeinden.
   
 2. Folgende Einsatzmöglichkeiten gibt es schwerpunktmäßig in Einrichtungen der Alten-, Behinderten- und der Jugendpflege:
   • Pädagogische Hilfstätigkeiten,
   • Handwerkliche Hilfstätigkeiten,
   • Organisationshilfen, 
   • Sonstige Hilfstätigkeiten.
   
 3. Die wöchentliche Arbeitszeit in den Zusatzjobs beträgt 20 Std. mit einer Mehraufwandentschädigung 1,30 € pro gearbeitete Stunde. Davon sind in der Regel 20% bzw. 10% (= vier bzw. zwei Std. pro Woche) für Qualifikations-maßnahmen zu verwenden. Wir arbeiten dabei mit Bildungsträgern und externen Dozent/inn/en zusammen und bieten den Maßnahme-Teilnehmer/innen ein Kursprogramm an. Es ist unterschieden nach Themen, Schwierigkeitsgrad und Zielrichtung: 
   
 » Zur Bewerbungsunterstützung: 
   • Bewerbungstraining (Gruppe und individuell)
   • Telefon-/Kommunikationstraining
   • PC-Kurse 1-4 ( Word, Excel, Access, Internet/Online-Bewerbung)
   
 »  Zur Allgemeinbildung: 
   • Allgemeine Soziale Beratung 
   • Englisch (über Urania-Schulhaus) 
   • Kulturprogramm (Kulturelles Potsdam und seine Beratungsstellen) 
   • Schuldenprävention/Schuldenfallen erkennen 
   • Alltagstipps (in Kooperation mit der Volkshochschule Potsdam) 
   • Ernährungstipps (in Kooperation mit der Volkshochschule Potsdam 
   • Ersthelferausbildung (beim DRK) 
   
 » Zum theoretischen Hintergrund des praktischen Einsatzes: 
   • Pädagogik 
   • Sonderpädagogik
   • Altenpflege
   • Gärtnerei
   
 4. Damit jemand einen Ein-Euro-Job ausführen kann, muss: 
   • er/sie in der Regel ALG II-Empfänger/in sein,
   • einen Vermittlungsvorschlag von der PAGA bzw. MAIA vom/von der
   zuständigen Fallmanager/in erhalten und
   • einen freien Platz in einer sog. MAE-Maßnahme besetzen können.
   
  In der Regel werden Teilnehmer/innen von der PAGA/MAIA für bis zu sechs Monate pro Kalenderjahr zugewiesen.
In Einzelfällen werden Einsätze auch verlängert. Eine Zuweisung kann auch über eigene Interessensbekundung bei der PAGA/MAIA (Fallmanager/in) und/oder beim Diakonischen Werk Potsdam e.V. erfolgen.
 
   
 5.

Bei Bedarf können die Beratungsdienste im Diakonischen Werk Potsdam e.V. genutzt werden (Familien-, Paar-, Schwangerschafts-, Schulden-, Allgemeine Soziale Beratung, Migrationsdienst, Telefonseelsorge, Suchtgefährdetendienst o.a.). 

   

Im MAE-Bereich wird momentan eine besondere Maßnahmen durchgeführt:
In dem Projekt „Jobfriend“ werden 20 arbeitslose Jugendliche von einem sozialpädagogisch ausgebildeten Mitarbeiter begleitet und unterstützt in ihrer Tätigkeit als zusätzliche Hilfskräfte in sozialen Einrichtungen sowie in ihrer persönlichen und beruflichen Entwicklung. Die Jugendlichen nehmen weiterhin teil an einer kontinuierlich stattfindenden Schulung in Grundbildung bei der Volkshochschule Potsdam.

 

Des Weiteren vermitteln und unterstützen wir die Integration in den sog. ersten Arbeitsmarkt, teilweise auch in von der PAGA geförderte Arbeitsverhältnisse (z.B. Entgeltvariante, Kombilohn, Eingliederungszuschuss).
Neben der Durchführung von sog. MAE-Maßnahmen hat der Fachbereich weiterhin Erfahrungen gesammelt über die  Durchführung von aus europäischen Mitteln finanzierten Projekten (z.B. Regionalbudget und Programm LOS
(Lokales Kapital für soziale Zwecke)) mit dem Erfolg der Vermittlung in den ersten Arbeitsmarkt und Qualifizierung im Bereich „Altenpflege“ mit dem Erfolg von anschließender Vermittlung.


Regionalbudget-Projekt „Potsdam braucht dich“


Vom 1. März 2009 bis zum 28. Februar 2010 führten wir im Auftrag der Stadt Potsdam das aus dem Europäischen Sozialfonds (ESF) geförderte Projekt „Regionalbudget III – Potsdam braucht dich“ durch. Partner in diesem Projekt sind die URANIA-Schulhaus gGmbH und die GBA mbH. Ab 1. April werden wir in der Förderperiode IV wieder für ein Jahr in dieser Konstellation zusammen arbeiten. Ziel ist es auch diesmal, mit arbeitslosen Menschen eine Perspektive zu entwickeln, ihre Vermittlungshemmnisse zu erkennen und abzubauen, sie an den ersten Arbeitsmarkt heranzuführen und gegebenenfalls in einen Arbeitsplatz zu vermitteln. Jede/r Teilnehmer/in wird hierbei individuell begleitet, beraten und unterstützt. Dabei konzentrieren wir uns auf den Bereich Seniorenbetreuung und Soziale Dienste. Die Teilnehmer/innen können in diesem Projekt erste praktische Erfahrung in der Altenpflege sammeln oder bestehende Erfahrungen vertiefen, an gezielten Qualifizierungen der Seniorenbetreuung teilnehmen sowie begleitende Alltags unterstützende Bildungsangebote wahrnehmen. Am Ende sollten alle Teilnehmer/innen einen guten Schritt in ihrer beruflichen Entwicklung gemacht haben, sei es durch die Erkenntnis oder Festigung ihrer beruflichen Perspektive oder sogar durch einen festen Arbeitsplatz.

 

Regionalbudget-Projekt „Klima schützen-Wohnen lernen“

Im Auftrag der Stadt Potsdam führt der Fachbereich „Koordination Arbeitsgelegenheiten“ ein Pilotprojekt im Rahmen des „Regionalbudgets III – Regionalentwicklung“ durch, das aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds (ESF) finanziert wird. Die Laufzeit des Projektes umfasste sechs Monate (01.09.2009 bis 28.02.2010) und wurde zwei Monate verlängert, um weitere Beratungen zu gewährleisten (01.03.-30.04.2010).
Ziel des Projektes „Klima schützen – Wohnen lernen“ ist das bewusste Energiesparen in Privathaushalten, um damit einen Beitrag zur Einsparung von CO2 und für den Umweltschutz allgemein zu leisten. Die Beratung soll helfen, Einsparpotentiale zu aktivieren und Bewusstseins- und Verhaltensänderungen bei den Verbraucher/innen anzuregen.
In diesem Rahmen suchen unter fachlicher Anleitung und Begleitung vier zum Haushaltsenergieberater qualifizierte Mitarbeiter ca. 500 Haushalte in Potsdam auf und führen eine umfassende Energieberatung hinsichtlich der Einsparpotentiale durch, die hauptsächlich  beim Heizen sowie beim Strom- und Wasserverbrauch liegen.

Insbesondere wenn Sie Leistungsempfänger/in der PAGA (und womöglich noch Mieter/in der GEWOBA) sind, dann lassen Sie sich beraten und melden sich telefonisch an unter:
0331-620 3 620 (auch AB- bitte dann länger klingeln lassen).

Unterstützt wird das Projekt von der GEWOBA/Pro Potsdam GmbH und den Stadtwerken Potsdam, die den betreffenden Mieter/inne/n effiziente Energiesparprodukte (Energiesparlampen, abschaltbare Funksteckdosen u.s.w.) kostenlos zur Verfügung stellen.
Nach Auswertung der Ergebnisse dieses Pilotprojektes und einem Erfolg ist eine Weiterführung für alle Potsdamer Haushalte gewünscht. Weiterhin könnten bei der Stadt zwei auf zwei Jahre befristete Vollzeitstellen geschaffen werden. 

 


 


Weitere Projekte sind in Planung. 
   
Wenn Sie mehr erfahren wollen, erreichen Sie uns unter den nebenstehenden Kontaktdaten.
   
Sollten Sie sich für eine Aufgabe innerhalb des Diakonisches Werkes Potsdam e.V. interessieren und/oder wollen Sie sich bewerben, dann jedoch wenden Sie sich bitte direkt an die Geschäftsführung.
   
 
   
Block_Arbeitsgelegenheiten
  Sie erreichen uns:
   
  Fachbereich Arbeitswelten
Lindenstraße 56 (Anschrift)
Gutenbergstraße 15
(Sitz)
14467 Potsdam
   
  Tel.: 0331 - 620 3 620 (AB) 
Fax: 0331 - 280 73 33
   
  arbeit@dwpotsdam.de
   
 
  Bettina Schwenzfeier
Koordinatorin
   
 
  Sebastian Kruczek
Assistent Koordination
   
   
  Christian Raschke 
  Sozialpädagoge 
   
   
 
  Bettina Jardan
Sekretariat
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