Fachbereich Arbeitswelten |
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| Nach Einführung der sog. Hartz-Gesetze wurde die Koordinationsstelle im März 2005 eingerichtet und das Diakonische Werk Potsdam e.V. fungierte von da an vornehmlich als sog. Maßnahmeträger in Potsdam und Potsdam Mittelmark im Auftrag der PAGA (Potsdamer Arbeitsgemeinschaft für die Grundsicherung Arbeitssuchender) sowie der MAIA (Mittelmärkische Arbeitsgemeinschaft für die Integration in Arbeit) – ab 01.01.2011: Jobcenter Potsdam und Potsdam Mittelmark (MAIA). Mit der Zeit kamen auch Projektdurchführungen hinzu in Zusammenarbeit mit der Stadt Potsdam (Geschäftsstelle Arbeitsmarktpolitik und Beschäftigungsförderung), finanziert aus Mitteln des ESF (Europäischen Sozialfond). Inzwischen werden vier Mitarbeiter/innen beschäftigt und aus der Koordinationsstelle ist nun der Fachbereich Arbeitswelten hervorgegangen, was die Entwicklungslinie nach- und die inhaltliche Ausrichtung kennzeichnen soll. Die ersten Jahre waren die Mitarbeiter/innen hauptsächlich damit befasst, ALG II-Bezieher/innen auf der Grundlage von §16 Abs.3 SGB II (Zweites Sozialgesetzbuch) in Arbeitsgelegenheiten (AGH = nicht sozialversicherungspflichtige Arbeitsverhältnisse) mit MAE (Mehraufwandsentschädigung), sog. Ein-Euro-Jobs/Zusatzjobs, zu vermitteln. |
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| 1. | Bei der Vermittlung in die einzelnen Stellen, der sog. Einsatzstellen, steht der Fachbereich Arbeitswelten in Kooperation mit anderen Freien Trägern innerhalb der Diakonie und mit Kirchengemeinden. | |||
| 2. | Folgende Einsatzmöglichkeiten gibt es schwerpunktmäßig in Einrichtungen der Alten-, Behinderten- und der Jugendpflege: | |||
| • Pädagogische Hilfstätigkeiten, | ||||
| • Handwerkliche Hilfstätigkeiten, | ||||
| • Sonstige Hilfstätigkeiten. | ||||
| 3. | Die wöchentliche Arbeitszeit in den Zusatzjobs beträgt i.d.R. 20 Std. mit einer Mehraufwandentschädigung 1,30 € pro gearbeitete Stunde. Davon waren in der Regel 20% bzw. 10% (= vier bzw. zwei Std. pro Woche) für Qualifikationsmaßnahmen zu verwenden. Aktuell werden keine Qualifikationen mehr durchgeführt. Davor arbeiteten wir dabei mit Bildungsträgern und externen Dozent/innen zusammen und boten den Maßnahme-Teilnehmer/innen ein Kursprogramm an. Es war unterschieden nach Themen, Schwierigkeitsgrad und Zielrichtung: |
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| » | Zur Bewerbungsunterstützung: | |||
| • Bewerbungstraining | ||||
| • Telefon-/Kommunikationstraining | ||||
| • PC-Kurse 1-4 ( Word, Excel, Access, Internet/Online-Bewerbung) | ||||
| » | Zur Allgemeinbildung: | |||
| • Allgemeine Soziale Beratung | ||||
| • Englisch (über Urania-Schulhaus) | ||||
| • Kulturprogramm (Kulturelles Potsdam und seine Beratungsstellen) | ||||
| • Schuldenprävention/Schuldenfallen erkennen | ||||
| • Alltagstipps (in Kooperation mit der Volkshochschule Potsdam) | ||||
| • Ernährungstipps (in Kooperation mit der Volkshochschule Potsdam | ||||
| • Ersthelferausbildung (beim DRK) | ||||
| » | Zum theoretischen Hintergrund des praktischen Einsatzes: | |||
| • Pädagogik | ||||
| • Sonderpädagogik | ||||
| • Altenpflege | ||||
| • Gärtnerei | ||||
| 4. | Damit jemand in eine AGH vermittelt werden und den Zusatzjob ausführen kann, muss: | |||
| • er/sie in der Regel ALG II-Empfänger/in sein, | ||||
| • einen Vermittlungsvorschlag von dem jeweiligen Jobcenter vom Fallmanagement erhalten und |
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| • einen freien Platz in einer sog. MAE-Maßnahme besetzen können. | ||||
| In der Regel werden Teilnehmer/innen von den Jobcentern für bis zu sechs Monate pro Kalenderjahr zugewiesen. In Einzelfällen werden Einsätze auch verlängert. Eine Zuweisung kann auch über eigene Interessensbekundung bei dem jeweilig zuständigen Jobcenter (Fallmanager/in) und/oder im Fachbereich Arbeitswelten erfolgen. |
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| 5. | Bei Bedarf können die Beratungsdienste im Diakonischen Werk Potsdam e.V. genutzt werden (bei der Familien-, Paar-, Schwangerschafts-, Schulden-, Allgemeine Soziale Beratung, Telefonseelsorge, beim Migrationdienst, Suchtgefährdetendienst o.a.). | |||
| Im MAE-Bereich wird momentan eine besondere Maßnahme inzwischen schon zum 5. Male durchgeführt: In dem Projekt „Jobfriend“ werden 20 arbeitslose junge Erwachsene unter 25 Jahren von einem sozialpädagogisch ausgebildeten Mitarbeiter begleitet und in ihrer Tätigkeit als zusätzliche Hilfskräfte in sozialen Einrichtungen sowie in ihrer persönlichen und beruflichen Entwicklung unterstützt. Die Jugendlichen nahmen bisher auch an einer wöchentlich stattfindenden Schulung in Grundbildung bei der Volkshochschule Potsdam teil. Aufgrund von Mittelkürzung musste der Bildungsteil leider gestrichen werden. Zusätzliche Kostenträger werden gesucht. |
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| Neben der Durchführung von sog. MAE-Maßnahmen hat der Fachbereich weiterhin Erfahrungen gesammelt über die Durchführung von aus europäischen Mitteln finanzierten Projekten (z.B. Regionalbudget und Programm LOS (Lokales Kapital für soziale Zwecke)) mit dem Erfolg der Vermittlung in den ersten Arbeitsmarkt und Qualifizierung im Bereich „Altenpflege“ mit dem Erfolg von anschließender Vermittlung: | ||||
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Die Basisqualifikation in der Altenpflege in Zusammenarbeit mit der Altenpflegeschule Hermannswerder für 10 zehn arbeitslose Personen unter 25 Jahren, finanziert über LOS: Diese Weiterbildung fand in zweimodularer Form statt: im Wechsel zwei Wochen Praxis in einer Pflegeeinrichtung und zwei Wochen Theorie. Die anschließende Vermittlungsquote lag bei fast 50%. |
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| 2. | Regionalbudget-Projekt „Potsdam braucht dich“ Vom 1. März 2009 bis zum 28. Februar 2010 führten wir im Auftrag der Stadt Potsdam das aus dem Europäischen Sozialfonds (ESF) geförderte Projekt „Regionalbudget III – Potsdam braucht dich“ durch. Das DWP hat sich dabei zu einem Trägerverbund mit der URANIA-Schulhaus GmbH und der GBA mbH zusammengefunden. Ab 1. April 2010 arbeiteten wir in der Förderperiode IV wieder für ein Jahr in dieser Konstellation zusammen. Ziel war es in beiden Fällen, |
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| • mit arbeitslosen Menschen eine Perspektive zu entwickeln, | ||||
| • ihre Integrationshemmnisse zu erkennen und abzubauen, | ||||
| • sie an den ersten Arbeitsmarkt heranzuführen, | ||||
| • Bewerbungsbemühungen zu begleiten und zu unterstützen und ggf. in einen Arbeitsplatz zu vermitteln. |
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| Jede/r Teilnehmer/in wurde hierbei individuell und flexibel begleitet, beraten und unterstützt. Dabei konzentrierten wir uns hauptsächlich auf die Berufsfelder Seniorenbetreuung und Soziale Dienste. Die Teilnehmer/innen konnten in diesem Projekt erste praktische Erfahrung in der Altenpflege sammeln oder bestehende Erfahrungen vertiefen, an gezielten Qualifizierungen der Seniorenbetreuung teilnehmen sowie den Alltag unterstützende, allgemeinbildende Angebote in der Gruppe und einzeln wahrnehmen. Am Ende sind die meisten Teilnehmer/innen einen guten Schritt in ihrer beruflichen Entwicklung voran gekommen, sei es durch die Erkenntnis oder Festigung ihrer beruflichen Perspektive oder sogar durch einen festen Arbeitsplatz (Integrationsquote: 30% und 40% - Umschulung und Ausbildung mitgerechnet) und konnten gleichzeitig ihre persönliche Lebenssituation lt. eigener Einschätzung verbessern. | ||||
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| 3. |
Regionalbudget-Projekt „Klima schützen-Wohnen lernen“ |
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Im Auftrag der Stadt Potsdam führt der Fachbereich – damals noch als „Koordination Arbeitsgelegenheiten“ ein Pilotprojekt im Rahmen des „Regionalbudgets III – Regionalentwicklung“ durch, das ebenfalls aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds (ESF) finanziert wird. Die Laufzeit des Projektes umfasste sechs Monate (01.09.2009 bis 28.02.2010) und wurde zwei Monate verlängert, um weitere Beratungen zu gewährleisten (01.03.-30.04.2010). |
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| 4. | Job Lok 2010/11: | |||
| Für den Zeitraum vom 31.08.2010 bis 31.08.2011 führt der Fachbereich Arbeitswelten die Maßnahme Job Lok 2010/11 mit dem Jobcenter Potsdam als Auftraggeber im Rahmen einer Bietergemeinschaft mit zwei Bildungsträgern (URANIA Schulhaus GmbH und tbz) durch. Ziel ist die möglichst schnelle Integration der zugewiesenen langzeitarbeitslosen Menschen in eine sozialversicherungspflichtige Arbeit, bei uns möglichst in das Berufsfeld Pflege. Dabei übernehmen die Mitarbeiter/innen im Fachbereich die sozialpädagogische Begleitung der Teilnehmenden, für die direkte Vermittlungsunterstützung ist der Hauptbieter zuständig. Den Teilnehmenden wird dies im Rahmen eines Vollzeitangebotes unterbreitet, das aus weiteren folgenden Teilen besteht: | ||||
| • aus Praxiseinsätze zur Berufsorientierung und Erlangung von Berufspraxis | ||||
| • aus Projekten | ||||
| • aus Bildungsmodulen (Allgemeinbildung, Selbstreflektion, Berufsplanung, Selbstfürsorge/Gesundheit) |
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| • Theorieunterweisung in der Pflege in Form eines Pflegebasiskurses. | ||||
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Von den 43 zugewiesenen und ca. 25 aktiven Teilnehmer/innen haben inzwischen schon acht eine sozialversicherungspflichtige Arbeit angenommen. |
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| Weitere Projekte sind in Planung. | ||||
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Des Weiteren vermitteln und unterstützen wir die Integration langzeitarbeitsloser Menschen in den sog. ersten Arbeitsmarkt, teilweise auch durch von den Jobcentern geförderte Arbeitsverhältnisse (z.B. über Eingliederungszuschuss als Arbeitgeberlohnkostenzuschuss). Außerdem wird im Fachbereich Arbeitswelten die Umsetzung der Programme im öffentlichen Beschäftigungssektor: „Arbeit für Brandenburg“ (Landesprogramm) und „Bürgerarbeit“ (Bundesprogramm) koordiniert. Inzwischen sind darüber aktuell fünf Personen beim Diakonischen Werk Potsdam e.V. angestellt. Der Fachbereich Arbeitswelten engagiert sich in der Netzwerkarbeit und ist aktives Mitglied beim Alpha-Bündnis |
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Wenn Sie mehr erfahren wollen, erreichen Sie uns unter den nebenstehenden Kontaktdaten. Sollten Sie sich für eine Aufgabe innerhalb des Diakonisches Werkes Potsdam e.V. interessieren und/oder wollen Sie sich bewerben, dann jedoch wenden Sie sich bitte direkt an die Geschäftsführung. |
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